Ötztaler Radmarathon

Am vergangenen Sonntag war ich mal wieder radtechnisch unterwegs.
Ich habe mir vorgenommen zum 3. Mal den Ötztaler Radmarathon zu bestreiten.
Was ich mir vorgenommen oder erwartet habe weiß ich nicht. Bei meiner letzten Teilnahme im Jahr 2008 stand eine Zeit von unter 7:50 auf der Liste. Ich wusste nicht, ob ich das wieder schaffen kann oder ob ich auf dem Rad an Leistung eingebüßt habe.
Der Sonntag sollte es zeigen.
Am Vortag bei Regen, Schnee und Gewitter bereits angereist war für den Sonntag bestes Bergwetter vorausgesagt und die Temperaturen sollten auch wesentlich kühler sein als die Tage zuvor. Mit einer solchen Kälte, wie ich Sie am Start vorgefunden habe, hatte ich allerdings nicht gerechnet.
Ganze 2 Grad über Null waren es um 6:45Uhr in Sölden.
Dementsprechend „frisch“ war die Abfahrt nach Ötz zum erten Anstieg des Tages. Das Kühtai. Ich bin schön mein Tempo gefahren und bin in der zweiten Gruppe über den Pass gefahren mit ca. 2min Rückstand auf die erste große Gruppe. Lief alles nach Plan.
Eine rasante Abfahrt und viel Führungsarbeit später waren wir in Innsbruck bereits an der ersten großen Gruppe wieder dran. Lief ja alles perfekt.
Schön verpflegt und im Windschatten den seichten Anstieg zum Brenner gemeistert.
Das Tempo wurde aber stellenweise so verschleppt, dass die Gruppe immer größer und größer wurde.
In Sterzing, am Fuße des Jaufen Passes, umfasste die Gruppe ca. 200 Mann.
Dementsprechend hektisch ging es dann in den Anstieg hinein. Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und bin schön mein Tempo gefahren. Nur leider machte sich mehr und mehr mein Rücken bemerkbar. Ich hatte im unteren Rückenbereich Schmerzen durch die Haltung auf dem Rad und den Druck aufs Pedal. Ich musste ein paar Mal anhalten und das kurz rausdehnen. Dann ging es wieder für die nächsten paar Kilometer. Nur leider verlor ich bei den Pausen und dem etwas angepassten Druck aufs Pedal Position um Position.
In der Abfahrt konnte ich aber wieder ein paar Positionen gut machen. Dann ging ab St. Leonhard das Spiel von vorne los. 30km Anstieg standen nun auf dem Programm. Das Timmelsjoch. Scharfrichter und Leidensbringer. Ich fuhr wieder schön mein Tmepo und legte wieder ab und an kurze Pausen ein um die Schmerzen erträglicher zu machen. Die Bestzeit hatte ich mir schon abgeschminkt und wollte nun einfach ohne große Schmerzen bis ins Ziel fahren und das Rennen noch etwas genießen. Das gelang mir auch relativ gut.
Kurz vor Sölden fuhr dann noch Jan Ullrich an mir vorbei, den ich aber leider nicht erkannte, sonst hätte ich ihm die 20 Sekunden Vorsprung nicht gegönnt.
Im Ziel stand eine Zeit von 8:12:44h auf der Uhr. Ich habe mit den Problemen mit einer schlechteren Zeit gerechnet. So war das doch noch absolut okay.

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